„Wir als Regierung lassen niemanden im Stich“, sagte Finanzminister David Paul dem „Guardian“. Damit solle ein „soziales Sicherheitsnetz“ geschaffen werden. Eine Erwerbstätigkeit soll das bedingungslose Grundeinkommen nicht ersetzen. „200 Dollar pro Quartal bringen dich nicht in Versuchung, deinen Job zu kündigen“, erklärt Paul. „Aber sie sind eine Art Moralbooster …“
So beginnt der Artikel im „STERN“. Im weiteren wird ausgeführt, dass nach Angaben der Regierung der Republik der Marschallinseln der Bevölkerung „unter die Arme“ greifen möchte. Denn steigende Lebenshaltungskosten führen den Einzelnen irgendwann in die Armut.
Damit solle ein „soziales Sicherheitsnetz“ geschaffen werden. Die Erwerbstätigkeit soll das bedingungslose Grundeinkommen nicht ersetzen.
Wir sehen hier, dass die Erwerbstätigkeit nicht aufgehoben werden soll und kann, sondern eine „Abfederung der Lebenshaltungskosten“ für jedermann das eihgentliche Interesse der Maßnahme ist. Interessant vielleicht auch, dass die Finanzierung des BGE durch einen „Font“ erfolgt, der aus Mitteln gespeist wird, die die USA als Teil von Reparationen nach den jahrzehntelangen Atomtests der US-Amerikaner auf der Inselgruppe zahlt. Dieses Kuriosum allein trägt schon Stoff für Diskussionen um die Naturvernichtung und Umweltvernichtung durch globale Machtinteressen in sich. Ist das BGE eine Art Reparationszahlung, um so weitermachen zu können?
In dem geschilderten Fall ist wohl die Verteilung der Gelder aus diesem Font ein sehr individuelles Mittel der Wahl; auch, weil die Bevölkerung der Inselgruppe auf ein geringes Bruttoinlandsprodukt von etwas über 800$ pro Kopf zurückgreifen muss. Im Vergleich liegt dieses in Deutschland bei über 50.000$ pro Kopf, also etwa sechsmal soviel.
Bleibt zu bemerken, dass Deutschland mit seinem Bruttoinlandsprodukt bei geeigneter Gestaltung sich sehr wohl ein BGE leisten könnte. Schon aus dem Grund, die steigende, sehr oft unverschuldete Armut zu mildern.
Quelle: https://www.stern.de/wirtschaft/grundeinkommen–erster-staat-zahlt-seinen-buergern-regelmaessig-geld-36970772.html
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